News / Ehrungen

Germain Spielmann im Januar 2026

Lieber Germain, Du bist vom NOSJV mit dem Veteranen Abzeichen für 25 Jahre Verbandszugehörigkeit geehrt worden. Was hat Dich vor 25 Jahren inspiriert, diesem Brauchtum zu folgen und ihn zu Pflegen?

Zur Schulzeit als ich die erste Sekundarschule besuchte, meldeten meine Eltern mich für einen Jungbläserkurs bei der MG Schmerikon an. Herr Fäh war Dirigent. Ich lernte Trompete zu spielen und gleichzeitig auch die Noten zu lesen. Durch das intensive betreiben eines 2ten Hobbys trat das Musizieren in den Hintergrund. Während einer Feuerwehrreise konnte ich mich mit einem Kamaraden der im Heimatchörli Ennenda sang, unterhalten. Er lud mich zum anstehenden Kirchenkonzert nach Linthal ein, und gleich danach besuchte ich die erste Jodelprobe in Ennenda. Willi Bowald selig leitet mit lieber, unermüdlicher Geduld und Einfühlungsvermögen das Heimatchörli. Ich konnte mich im ersten Tenor einstellen. Vor mir sang als Jodlerin Elisabeth Scherrer mit ihrer Schwester. Nach 16 Jahren verliess ich den Jodelklub konnte es aber nicht sein lassen und schon bald stand ich im JK Niederurnen in der hinteren Reihe. Neben mir sang auch meine zukünftige Frau Manuela. Zur Pandemiezeit verliessen wir den J. Der Jodelgesang faszinierte mich weiter und so fand ich nach kurzer Pause den JK Gommiswald.

Du singst seit einigen Jahren im Jodelklub Gommiswald im 1. Tenor mit, was zeichnet diese Stimmlage besonders aus und warum hast du Dich für Gommiswald entschieden?

Mit Elisabeth, die mit Hingabe und unermüdlicher Geduld, Freude und Humor Jodlerinnen und Sänger zu einer Einheit formt und die sinnreiche Jodellieder mit uns einstudiert, habe ich einen Hafen der Freundschaft und Harmonie gefunden. Der erste Tenor ist eine stimme die das Lied erzählt. Zusammen mit den weiteren Stimmen wird das Jodellied zu einen Erlebnis. Es ist wunderbar in dieser Klangwelt zu stehen, die Stimme klingen zu lassen und mit den Schwingungen zu harmonieren. Dies gibt eine tiefe Zufriedenheit, vor allem mit meinen Kameradinnen und Kameraden.

Im Dezember 2025 wurde der Brauchtum 'Schweizer Jodeln' von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Was bedeutet das für Dich persönlich?

Der Gesang und der Jodel, nur mit den verschiedenen Stimmen erzeugt, ist Meditation. Wie die Natur und das Leben durch sehr positive Texte in Bilder und Ton beschrieben werden, ist etwas Wunderbares. Die Stimme ist das Persönlichste das wir einem Mitmenschen geben können. Mit dem Jodelklub Gommiswald freue ich mich immer wieder und erfüllte mich mit Stolz in und mit diesem Brauchtum zu leben.

Wann gibt es für dich und deine Kameradinnen und Kameraden die nächste Kostprobe des Jodelsgesanges?

Wir üben Jetzt intensiv für das Chränzli vom Wochenende 14. und 15. März 2026 um unser Bestes zu geben.